So entstehen meine Sketchnotes zu rechtlichen Themen

Seit gut anderthalb Jahren verknüpfe ich meine Leidenschaft für die Rechtsvisualisierung mit meiner Begeisterung für Sketchnotes. Das Ergebnis sind juristische Schaubilder im Sketchnotestil, mit denen ich Recht verständlich vermitteln und zugleich für mehr Anschaulichkeit im Recht werben möchte. In diesem Beitrag will ich Ihnen anhand eines Beispiels zeigen, wie meine Sketchnotes entstehen. Für diejenigen, die noch nicht wissen, wie sie eigene Zeichnungen digitalisieren können, bieten die Ausführungen vielleicht Anregungen für den eigenen Workflow, alle anderen erhalten einfach nur einen Einblick in meine Arbeit – und ins Bienenrecht, denn darum geht es in dem Beispiel.

Rechtsvorschriften als Sketchnote: § 11 BGG (Verständlichkeit und Leichte Sprache)

Im Sommer 2016 wurde das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) novelliert. Dabei ging es auch darum, Menschen mit einer geistigen Behinderung künftig die barrierefreie Kommunikation mit Behörden des Bundes zu ermöglichen. Konkret hieß das: Es mussten Regelungen zur Leichten Sprache ins Gesetz. Diese finden sich nun in § 11 BGG. Während die aktuelle Fassung der Vorschrift lediglich in sehr allgemeiner Form signalisiert, dass die Behörden des Bundes künftig mehr Leichte Sprache einsetzen sollen, wird es zum 1. Januar 2018 mit einer Neufassung des § 11 BGG konkreter. Was dann dort geregelt ist, veranschaulicht die Sketchnote, die ich Ihnen in diesem Beitrag vorstellen möchte.

Schaubild zur Erbfolge in Leichter Sprache

Wie erklärt man Menschen mit Leseeinschränkungen auf einer DIN-A4-Seite, wer sie beerbt, wenn sie sterben? Das wollte ich wissen und habe mich an einem Schaubild zur Erbfolge in Leichter Sprache versucht. Das Ergebnis möchte ich Ihnen in diesem Beitrag vorstellen und dabei auch auf die Probleme eingehen, die mich bei der Erstellung beschäftigt haben. Wichtig war mir vor allem die Botschaft an die Adressat(inn)en, dass sie frühzeitig ein Testament oder einen Erbvertrag machen sollten, wenn sie die Erbfolge selbst bestimmen möchten. Schließlich wissen wir alle nicht, wann wir sterben. Ohne letztwillige Verfügung tritt im Todesfall die gesetzliche Erbfolge ein, die zwar den eigenen Wünschen entsprechen kann, aber nicht muss. 

FAQ Juristische Schaubilder

Obwohl es meine juristischen Schaubilder nun schon seit vielen Jahren gibt, sind sie immer noch ein exotisches Angebot. Und wer eine exotische Dienstleistung anbietet, muss sie erklären. Das gehört dazu – und macht auch Spaß, denn ich freue mich über jeden einzelnen Interessenten. Schließlich ist es für Jurist(inn)en ein großer Schritt, sich überhaupt auf Bilder im Recht einzulassen. Fragen zu meinem Angebot beantworte ich gern – und ich dachte mir, ich könnte die Antworten auf die häufigsten Fragen eigentlich mal an einer Stelle in meinem Blog sammeln. Deshalb gibt es seit einiger Zeit dieses FAQ, das ich nunmehr aktualisiert und mit neuen Bildern versehen haben.

Juristische Schaubilder in Leichter Sprache

Schaubilder eignen sich hervorragend, um rechtliche Strukturen und Zusammenhänge anschaulich zu vermitteln und anderen Menschen das Verstehen von Recht zu erleichtern. Wahrscheinlich können auch die meisten Zielgruppen der Leichten Sprache von derartigen Visualisierungen profitieren. Die Frage ist nur: Wie müssen juristische Schaubilder in Leichter Sprache konkret aussehen, um das anvisierte Ziel zu erreichen? Das möchte ich herausfinden und habe mir deshalb mal drei Themen beispielhaft zur Visualisierung vorgenommen. Die Ergebnisse zeige ich Ihnen in diesem Beitrag. Dabei lasse ich Sie sowohl an den Problemen und Fragen, aber auch an den Erkenntnissen teilhaben, die mich bei der Erstellung begleitet haben.

Sketchnote zur Bundestagswahl 2017

Entschuldigen Sie, wenn ich so direkt frage, aber kennen Sie sich mit der Bundestagswahl aus? Könnten Sie hier und jetzt darüber referieren, worin der Unterschied zwischen Erst- und Zweitstimme besteht, was es mit der Sperrklausel auf sich hat und wie die Bundestagssitze verteilt werden? Also ich hätte es nicht gekonnt, obwohl ich schon einige Bundestagswahlen mitgemacht habe. Man vergisst vieles einfach auch wieder – und manches wird auch geändert. So gibt es beispielsweise seit 2013 Ausgleichsmandate. Anlässlich der Wahl im September habe ich mein Wissen nun aufgefrischt und in eine Sketchnote verwandelt. Entstanden ist eine komprimierte Zusammenfassung der wichtigsten Fakten zur Wahl. Vielleicht hilft sie ja dem einen oder anderen, sich ebenfalls zu erinnern.