„Wir wollen rechtliches Wissen für alle zugänglich machen“

Ausschnitt des Covers vom Legal Layman

Rechtliche Themen – verständlich für alle. Dieses Anliegen von Anna Murk begeisterte mich sofort. Vor einigen Wochen fragte mich die frisch in die Selbstständigkeit gestartete Wirtschaftsjuristin, ob ich Beispiele meiner Arbeit für ihre neue Online-Zeitschrift beisteuern würde. Und je mehr ich in den sozialen Medien von ihr las, desto mehr überzeugte sie mich auch als Person. Es war deshalb schnell klar: Sowohl die Zeitschrift als auch ihre Gründerin gehören in mein Blog. Mein herzlicher Dank geht an Anna Murk, dass wir meine Idee eines Interviews so schnell realisieren konnten.

10 Tipps für besser strukturierte juristische Informationstexte

Jurist(inn)en sind im Umgang mit Sprache und logischen Zusammenhängen ja eigentlich äußerst versiert. Trotzdem fällt mir immer wieder auf, wie schwer es vielen fällt, Rechtsinformationen z. B. in Fachzeitschriften, Rechtsratgebern oder Schulungsskripten strukturiert zu vermitteln. Wird in dieser Situation zudem am Lektorat gespart, sind frustrierte Leser(innen) die sichere Folge. Doch wie schaffen Sie es, die nötige Ordnung in Ihre Ausführungen zu bringen? Dazu habe ich nachfolgend ein paar Tipps zusammengestellt.

Die amtliche Information zum Volksentscheid „Flughafen Tegel“ im Verständlichkeits-Check

In Bezug auf die Zukunft des Flughafens Berlin-Tegel kann man unterschiedliche Meinungen vertreten. Das soll hier nicht das Thema sein. Was mich aber ärgert und zu diesem Beitrag veranlasst, ist die amtliche Broschüre, die über die Argumente für und gegen den Weiterbetrieb des Flughafens informieren soll. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass man seine Leser(innen) allein durch die Art und Weise der Darbietung von Texten verwirren kann. Zurückzuführen ist das Durcheinander auf eine neue Rechtsvorschrift in der Abstimmungsordnung. 

Sprechen wir über Rechtssprache – ein Interview

„Rechtssprache – klar und verständlich …“ – na wenn das mal kein Buch für mich ist. Das dachte ich, als ich Ende letzten Jahres zufällig über das Buch von Dr. Isabelle Thormann und Jana Hausbrandt stolperte. Erstaunlicherweise gehöre ich als Juristin aber gar nicht zur Zielgruppe. Der Untertitel ist eindeutig:  Das Buch richtet sich an Dolmetscher, Übersetzer, Germanisten und andere Nichtjuristen. Na sowas! Bestellt und gelesen habe ich es trotzdem. Und ich empfehle es auch anderen Juristen. Wann denken wir schon mal über unsere eigene Fachsprache nach? Was kennzeichnet die überhaupt? Und müssen wir so kommunizieren, wie wir kommunizieren? Das Buch beantwortet vor allem die zweite Frage nach den Charakteristika der Rechtssprache. Zu den Möglichkeiten, sie zugunsten der Verständlichkeit zu verändern, habe ich die Autorinnen des Buches nachfolgend befragt.

Wie Anwälte in der Medienarbeit umdenken müssen

Anwälte arbeiten zu Recht nach bestimmten Grundsätzen: Sie formulieren präzise wie keine zweite Berufsgruppe, im Interesse ihrer Mandanten taktieren sie gern bis zum Äußersten und nehmen sich innerhalb der Fristen meist alle verfügbare Zeit. Prinzipien, die in Fleisch und Blut übergegangen sind. Im Austausch mit den Medien gelten jedoch andere Spielregeln. Wer hier als Anwalt erfolgreich sein will, muss folgende Punkte beachten: