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Handgezeichnete Bildvokabeln zum Datenschutzrecht

Der Beitrag wurde zuletzt im Oktober 2021 bearbeitet.

Kann man das Datenschutzrecht überhaupt visuell vermitteln? Ich gebe zu, dass ich da anfangs meine Zweifel hatte. Doch dank eines Auftrags, den ich im Frühjahr bearbeiten durfte, weiß ich inzwischen: Es funktioniert tatsächlich! Das hat mich dazu inspiriert, mal eine Art visuelles Glossar zu diesem Rechtsgebiet anzulegen, das mittlerweile 54 unterschiedliche Motive umfasst. Die einfach gehaltenen Bilder eignen sich einerseits zum Nachzeichnen, sollen andererseits aber auch dazu anregen, eigene Visualisierungsideen für Seminare oder Vorträge zu entwickeln. In diesem Beitrag stelle ich Ihnen die Bildersammlung vor. Ergänzend gibt es ein paar Hintergrundinformationen zu ihrer Entstehung.

Meine Bildvokabeln sind stärker rechtlich ausgerichtet als die meisten Icon-Sammlungen zum Datenschutz, die man in Bilddatenbanken findet. Die Sammlung ist jedoch weit davon entfernt, das Datenschutzrecht vollständig abzudecken. Neben einigen wesentlichen (Grund-)Begriffen, an denen man im Datenschutzrecht nicht vorbeikommt, habe ich in erster Linie die Akteure, die Datenschutzgrundsätze und die Rechte der betroffenen Person visualisiert.

Personenbezogene Daten im Mittelpunkt

Ist im Datenschutzrecht von Daten die Rede, sind immer personenbezogene Daten gemeint, also Informationen, die sich auf konkrete Menschen beziehen. Da die Daten das Rechtsgebiet bestimmen, wollte ich beim Visualisieren nicht nur für die Daten selbst ein Bild finden, sondern nach Möglichkeit auch kenntlich machen, wenn sich andere Begriffe auf sie beziehen. So ist die betroffene Person z. B. der Mensch, um dessen Daten es im konkreten Fall geht. Da die Daten Informationen sind, lag es nahe, das Informations-I als Bild zu wählen:

vier Informations-Is in Kreisen zeigen auf eine Person
personenbezogene Daten
mit Informations-I gekennzeichnete Person
betroffene Person

Bei der Visualisierung der personenbezogenen Daten steht der Bezug auf die Person im Mittelpunkt und bei der Visualisierung der betroffenen Person die Person selbst. Hier ist das Informations-I nur ein Mittel der Kennzeichnung. Hat man diese beiden Begriffe kennengelernt, versteht man auch, wenn das Informations-I bei der Visualisierung anderer Begriffe auftaucht, z. B. bei der Datenverarbeitung, die jeden Umgang mit personenbezogenen Daten umfasst:

Automat mit diversen Knöpfen, in den per Trichter Informations-Is eingefüllt werden
Datenverarbeitung

Bei der Suche nach einem Bild für die Datenverarbeitung dachte ich zuerst an Zahnräder. Der Automat schien mir hier die Sache aber aus zwei Gründen besser zu treffen. Zum einen weckt er die gewünschte Assoziation, dass die betroffene Person keinen Einfluss darauf hat, was mit ihren Daten geschieht, zum anderen wird die Vielfalt der umfassten Verarbeitungsvorgänge mit den verschiedenen Knöpfen zumindest angedeutet. Ein Nachteil des Motivs ist freilich, dass es als Icon zu komplex ist und sich auch nicht sinnvoll vereinfachen lässt, so wie ich es unten für andere komplexe Motive vorschlage.

Unten werden Ihnen noch weitere Bildvokabeln mit dem Informations-I begegnen, z. B. bei den Grundsätzen der Datenminimierung, Speicherbegrenzung und Richtigkeit. Für die konsequente Verwendung des Icons spricht viel, weil Begriffe auf diese Art und Weise in Beziehung zueinander gesetzt werden, was hilft, Zusammenhänge zu verstehen. Andererseits gibt es aber auch Kontexte, in denen die gewünschte Assoziation schneller und besser durch ein ganz anderes Motiv hervorgerufen wird. Man denke nur an den Begriff des Datenschutzes. Je nach Kontext kann mal die eine und mal die andere Visualisierung geeigneter sein:

Informations-Is unter einem Schirm und Vorhängeschloss auf einem Schutzschild
zwei Möglichkeiten, den Datenschutz zu visualisieren

Es ist immer eine Abwägung im Einzelfall: Wo ist die wiederkehrende Verwendung desselben Motivs hilfreich? Und wann gibt es gute Gründe, ein ganz anderes Bild zu verwenden?

Weitere Grundbegriffe im Datenschutzrecht

Ergänzt man die vier vorgestellten Begriffen noch um ein paar weitere, ergibt sich bereits eine kleine Sammlung mit wichtigen Grundbegriffen des Datenschutzrechts:

Vorhängeschloss auf einem Schutzschild
Datenschutz
stehendes Buch mit Schutzschild + Vorhängeschloss auf dem Cover
Datenschutzrecht
Buch mit den Buchstaben DSGVO auf dem Cover, dahinter eine Europaflagge
Datenschutzgrundverordnung
Buch mit den Buchstaben BDSG auf dem Cover, dahinter eine Deutschlandflagge
Bundesdatenschutzgesetz
vier Informations-Is zeigen auf eine Person
personenbezogene Daten
mit Informations-I gekennzeichnete Person
betroffene Person

ein großes Haus mit Hut
verantwortliche Stelle
Automat mit diversen Knöpfen, in den per Trichter Informations-Is eingefüllt werden
Datenverarbeitung
Schutzschild mit Vorhängeschloss auf einem Papierstapel
Datenschutzerklärung

Die Suche nach Bildideen für die verantwortliche Stelle gestaltete sich insofern schwierig, als der Begriff sehr weit gefasst ist: Für den Datenschutz verantwortlich kann ein Unternehmen sein, eine Behörde, ein Verein, eine Stiftung, aber auch eine Religionsgemeinschaft oder eine natürliche Person als Einzelunternehmen. Ein einziges Motiv kann diese Vielfalt nur schwer abbilden. Verwendet habe ich schon den Chefsessel als Metapher für Verantwortung. Dieses Bild hat allerdings den Haken, dass sich ein Alltagsgegenstand nicht wirklich gut als handelnder Akteur eignet, der die verantwortliche Stelle ja ist. Entschieden habe ich mich deshalb im Rahmen meiner Bildersammlung für das Gebäude mit Hut, wobei der Hut hier im Sinne von „den Hut aufhaben“ ebenfalls für Verantwortung steht.

größeres Gebäudes mit Hut
verantwortliche Stelle

Gebäude werden in Infografiken gerne als Akteure eingesetzt, wenn kommuniziert werden soll, dass nicht ein einzelner Mensch an einem Vorgang beteiligt ist, sondern z. B. ein Unternehmen oder eine Behörde. Von daher deckt die Bildvokabel nicht nur ein wesentliches Spektrum möglicher verantwortlicher Stellen ab, sondern ist den Adressat*innen zudem als Akteur vertraut. Unpassend kann sie nur wirken, wenn ein konkreter Sachverhalt visualisiert werden soll, in dem ein(e) Einzelunternehmer*in oder ein kleinerer Verein verantwortliche Stelle ist. Dann kann es unter Umständen besser sein, ein anderes Motiv einzusetzen.

Zwei Visualisierungsprobleme kommen hier zusammen, die eng miteinander verknüpft sind: Auch wenn ein Begriff verschiedene Aspekte/Inhalte umfasst, muss man sich immer für ein Motiv entscheiden und kann nicht – wie es mittels Sprache möglich ist – ein entsprechendes Spektrum vorgeben. Meist wählt man dann ein Motiv für den „klassischen“ bzw. „typischen“ Fall. Die Folge kann allerdings sein, dass das Motiv bei der Darstellung eines konkreten Sachverhalts, der nicht den klassischen Fall wiedergibt, unpassend wirkt.

Auftragsverarbeitung und Auftragsverarbeiter

Verarbeitet die verantwortliche Stelle die personenbezogenen Daten nicht selbst, sondern beauftragt sie eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle damit, so liegt eine Auftragsverarbeitung vor. Mein Visualisierungsvorschlag zu diesem Begriff kombiniert den Aspekt des Vertragsschlusses mit einem Zahnrad, das für die Datenverarbeitung steht. Der Automat von oben kommt also nicht zum Zuge, obwohl es auch hier um Datenverarbeitung geht. Anders als beim Datenschutz-Beispiel ist der Grund nicht, dass der Inhalt besser und schneller durch das Zahnrad transportiert wird, sondern dass der Fokus bei der Auftragsverarbeitung auf dem Aspekt der Beauftragung, also dem Vertragsschluss, liegt und dieser den ohnehin schon recht komplexen Automaten noch komplexer gemacht hätte. Umgekehrt muss das Bild für die Auftragsverarbeitung nicht vermitteln, dass die Datenverarbeitung sehr viele unterschiedliche Vorgänge umfasst.

Auf einem Blatt Papier platziert haben wir dann gleich auch ein Bild für den Auftragsverarbeitungsvertrag.

zwei Personen, die sich die Hände schütteln in einem farbigen Zahnrad
Auftragsverarbeitung
Das Zahnrad-Motiv auf einem Papierstapel
Auftragsverarbeitungsvertrag

Und wie stellt man den Auftragsverarbeiter als handelnden Akteur dar? Zum Beispiel indem man ein Gebäude mit dem Bild für die Auftragsverarbeitung kombiniert:

Das Zahnrad-Motiv kennzeichnet ein Gebäude
Auftragsverarbeiter

Akteure kennzeichnen

Oben hatte ich mit dem Informations-I im Kreis die betroffene Person als die Person gekennzeichnet, auf die sich die Daten beziehen. Ähnlich bin ich beim Auftragsverarbeiter vorgegangen: Hier habe ich das Gebäude mit dem Vertragsschluss-Motiv als die Stelle gekennzeichnet, mit der ein Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen wurde. Dieses Prinzip der Kennzeichnung lässt sich auch bei anderen Akteur*innen im Datenschutzrecht einsetzen. So gibt es beispielsweise noch den Empfänger, bei dem es sich um eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle handelt, der personenbezogene Daten offengelegt werden. Hier bietet sich das geöffnete Schloss als Kennzeichnung an – je nach Kontext in Kombination mit einem Menschen oder einem Gebäude:

mit einem offenen Vorhängeschloss gekennzeichnete Person
Empfänger*in
(Fokus Person)
mit einem offenen Vorhängeschloss gekennzeichnetes Gebäudes
Empfänger*in
(Fokus Unternehmen)

Die Kennzeichnung mit einem Icon im Kreis kann immer dann eine visuelle „Lösung“ sein, wenn sich das kennzeichnende Element nicht auf andere Weise in das Bild integrieren lässt, so wie z. B. der Hut bei der verantwortlichen Stelle oder die Lupe bei der Aufsichtsbehörde:

größeres Gebäude mit Hut
verantwortliche Stelle
Gebäude, auf dem eine Lupe liegt
Aufsichtsbehörde

Nicht zu vergessen: der/die Datenschutzbeauftragte. Ihm/Ihr können Sie das Schutzschild mit Schloss ans Revers heften:

Schutzschild mit Vorhängeschloss kennzeichnet eine Person
Datenschutzbeauftragte*r

Datenschutzgrundsätze

Grundlegende Prinzipien sind bei der Vermittlung eines Rechtsgebietes ja immer besonders wichtig für das Verständnis. Im Datenschutzrecht sind sie in Art. 5 DSGVO geregelt. Wie Sie sehen werden, habe ich den ersten Grundsatz (Rechtmäßigkeit, Transparenz, Treu und Glauben) in zwei Bilder aufgeteilt, denn als Dienstleisterin für Verständlichkeit liegt mir der Grundsatz der Transparenz natürlich besonders am Herzen, sodass es auf keinen Fall reichte, dass das Bild für die Rechtmäßigkeit ihn mitumfasst.

aufgeschlagenes Buch mit einem Paragrafen ist mit einem Häkchen versehen

Rechtmäßigkeit, Transparenz, Treu und Glauben: Personenbezogene Daten müssen in rechtmäßiger und nachvollziehbarer Weise sowie nach Treu und Glauben verarbeitet werden.

Glühbirne vor Papier, auf dem ein Schutzschild mit Vorhängeschloss platziert ist

Transparenz (der Datenschutzerklärung)

Trichter, in den viele Informations-Is eingefüllt werden

Datenminimierung: Es dürfen nur solche personenbezogenen Daten verarbeitet werden, die für den jeweiligen Zweck der Verarbeitung notwendig sind.

Zielscheibe mit Pfeil im Mittelpunkt

Zweckbindung: Personenbezogene Daten müssen für festgelegte, eindeutige und legitime Zwecke erhoben werden. Sie dürfen nicht in einer Weise verarbeitet werden, die mit diesen Zwecken nicht zu vereinbaren ist.

Karton mit Informations-Is, auf dem ein Bestätigungs-Häkchen platziert ist

Richtigkeit: Personenbezogene Daten müssen sachlich richtig und erforderlichenfalls auf dem neuesten Stand sein.

Informations-Is in einer Mülltonne

Speicherbegrenzung: Personenbezogene Daten müssen so gespeichert werden, dass die Identifizierung der betroffenen Personen nur so lange möglich ist, wie es für die Zwecke, für die die Daten verarbeitet werden, erforderlich ist.

Vorhängeschloss

Integrität und Vertraulichkeit: Es sind geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, damit personenbezogene Daten weder unbefugt oder unrechtmäßig verarbeitet werden noch aus Versehen verloren gehen oder Schaden nehmen.

eine Hand überreicht einen Papierstapel mit einem angehakten Schutzschild

Rechenschaftspflicht: Die verantwortliche Stelle muss nachweisen können, dass sie die o. g. Grundsätze einhält.

Bei der Entwicklung von Bildideen für komplexe Inhalte gibt es häufig zwei unterschiedliche Zielrichtungen: Einerseits besteht der Bedarf, ein Bild zu finden, das den Inhalt erklärend veranschaulicht, andererseits werden möglichst einfache Icons benötigt, die sich schnell zeichnen lassen. Gerecht werden können Sie diesem Widerspruch, indem Sie zwei verschiedene Varianten eines Motivs verwenden. Zuerst führen Sie mit der erklärenden Variante einen Begriff ein und später nutzen Sie für ihn der Einfachheit halber, wo es passt, nur noch die reduzierte Variante. Bei den Datenschutzgrundsätzen kann das z. B. so aussehen:

Informations-Is in einer Mülltonne
Speicherbegrenzung (komplex)
Mülltonne
Speicherbegrenzung (einfach)

Karton mit Informations-Is, auf dem ein Bestätigungs-Häkchen platziert ist
Richtigkeit (komplex)
Häkchen in einem Kreis
Richtigkeit (einfach)

Einwilligung und Widerruf

Manchmal erklären sich Bilder auch dadurch, dass sie andere Bilder „neutralisieren“ bzw. in ihr Gegenteil verkehren. Ein schönes Beispiel dafür sind im Datenschutzrecht Einwilligung und Widerruf. Bei der Einwilligung erklärt die betroffene Person ihre Zustimmung zur Datenverarbeitung. Als Bild bietet sich das Häkchen in einer Sprechblase an. Beim Widerruf erklärt die Person, dass die einmal erteilte Einwilligung nicht mehr gelten soll. Da wiederum eine Erklärung notwendig ist, passt auch hier die Sprechblase. Deren Inhalt wäre eigentlich ein durchgestrichenes Häkchen. Durchgestrichenes lässt sich jedoch häufig nur noch schwer in Bildern erkennen. Deshalb habe ich mich auf das verneinende Kreuz beschränkt. Für sich genommen ist dieses Bild unklar, setzt man es jedoch zum Bild für die Einwilligung in Beziehung, wird die „neutralisierende“ Wirkung des Widerrufs deutlich.

Sprecblase mit Haken
Einwilligung
Sprechblase mit Kreuz
Widerruf

Ausschluss bestimmter Datenverarbeitungen

Während beim Widerruf eine zustimmende Erklärung zurückgenommen wird, gibt es auch Rechte der betroffenen Person, die darauf zielen, dass bestimmte Datenverarbeitungen von vornherein nicht stattfinden. So heißt es in Art. 22 Abs. 1 DSGVO:

„Die betroffene Person hat das Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung – einschließlich Profiling – beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die ihr gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt.“

So etwas zu visualisieren ist deshalb schwierig, weil man einerseits den Inhalt ins Bild setzen muss (hier: die ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung beruhende Entscheidung), zugleich aber auch kenntlich zu machen ist, dass der dargestellte Inhalt gerade nicht gelten soll. Häufig bleibt einem dann nichts anderes übrig, als das zu tun, was sich beim Widerruf noch vermeiden ließ, nämlich das zentrale Motiv durchzustreichen. Die Kunst besteht darin, dies so zu tun, dass an der Nichtgeltung kein Zweifel besteht, das zentrale Motiv aber trotzdem noch gut zu erkennen ist.

Automat mit zwei Anzeigen Ja und Nein und einem großen Button. Der Button ist durchgestrichen
keine automatisierten Entscheidungen

Rechte der betroffenen Person

Die Rechte der betroffenen Person sind in den Art. 12 ff. DSGVO geregelt. Meinen Visualisierungsvorschlag für den Widerruf haben Sie schon kennengelernt. Danach folgen Bildideen für die anderen Rechte.

Sprechblase mit Kreuz

Beim Widerruf erklärt die betroffene Person, dass ihre zuvor erteilte Einwilligung in die Datenverarbeitung nicht mehr gelten soll.

Informations-Is in einer Mülltonne

Das Bild für das Recht auf Datenlöschung ist dasselbe wie für den Grundsatz der Speicherbegrenzung, denn das Recht ist eine Konsequenz aus dem Grundsatz. Welche Bedeutung im konkreten Fall gemeint ist, wird sich aus dem Kontext ergeben.

Sprechblase mit dem Wort STOP in Stoppschildform

Mit dem Widerspruchsrecht kann sich die betroffene Person dagegen wehren, dass ihre Daten zu einem bestimmten Zweck verarbeitet werden. Relevant ist das z. B. dann, wenn sie Direktwerbung durch die verantwortliche Stelle unterbinden will.

Tasche mit Informations-I

Das Recht auf Datenübertragbarkeit (Datenportabilität) soll betroffenen Personen die Mitnahme ihrer Daten bei einem Anbieterwechsel erleichtern.

Karton mit Informations-Is, auf dem sich ein Warndreieck befindet

Beim Recht auf Einschränkung der Verarbeitung geht es darum, dass personenbezogene Daten zwar nicht gelöscht werden, die datenverarbeitende Person oder Stelle sie aber nicht mehr wie gewohnt nutzen darf.

Sprechblase mit Fragezeichen

Recht auf Datenauskunft

Radiergummi radiert ein Informations-I weg

Recht auf Datenberichtigung

Automat mit zwei Anzeigen Ja und Nein und einem großen Button. Der Button ist durchgestrichen

Recht, keiner automatisierten Entscheidung unterworfen zu werden

Sonstige Bildideen zum Datenschutzrecht

Abschließend noch eine bunte Mischung weiterer Bildideen zu Begriffen, an denen man im Datenschutzrecht nicht vorbeikommt. Falls Sie Begriffe vermissen: Die Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Vorhängeschloss vor einer Wolke. Ein Blitz öffnet das Schloss

Bei der unbefugten Offenlegung kehrt das geöffnete Schloss wieder, das bereits beim Empfänger zum Einsatz kam. Wolke und Blitz machen kenntlich, dass die Datenweitergabe hier eine negative Konnotation hat, es verwirklicht sich nämlich ein Risiko, dessen Eintritt durch den Datenschutz gerade verhindert werden soll.

Gewitterwolke mit Regen und Blitz über einer mit einem Informations-I gekennzeichneten Person. Über dem Bild liegt eine Lupe

Bei der Datenschutz-Folgenabschätzung werden die Risiken analysiert, die einzelne Datenverarbeitungsvorgänge für die persönlichen Rechte und Freiheiten der betroffenen Person haben. Das Ziel ist, im nächsten Schritt angemessene Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.

Aufgeklapptes Notebook, das mit einem Schutzschild + Schloss gekennzeichnet ist

Mit dem Begriff Privacy by Design ist gemeint, dass bei der Entwicklung von technischen Produkten der Datenschutz von vornherein mitberücksichtigt werden soll.

aufgeklapptes Notebook mit zwei Vorhängeschlössern auf dem Bildschirm. Das eine Schloss ist geschlossen und mit einem Häkchen versehen, das andere Schloss ist offen und nicht angehakt

Beim Begriff Privacy by Default geht es um datenschutzkonforme Voreinstellungen.

Automat mit diversen Knöpfen und einer großen Warnleuchte

Bei der Datenpanne kehrt der Automat von der Datenverarbeitung wieder, der Alarm schlägt, wenn bei der Datenverarbeitung etwas schiefgegangen ist.

Schutzschild mit Haken

Um die technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOM) zu visualisieren, die zum Schutz der personenbezogenen Daten von der verantwortlichen Stelle zu treffen sind, habe ich mich für das Häkchen auf dem Schutzschild entschieden, weil diese Maßnahmen zu erledigen sind, noch bevor überhaupt Daten verarbeitet werden. Für das „Erledigt haben“ fand ich das Häkchen ganz passend.

Schutzschild mit Haken und eine Tabelle auf einem Papierstapel

Alle TOMs sind im Verarbeitungsverzeichnis aufzuführen, das deshalb ebenfalls auf dem Deckblatt mit dem Schutzschild versehen ist.

Hand überreicht Papierstapel, auf dem sich ein Schutzschild mit Haken befindet

Und da die verantwortliche Stelle mit dem Verarbeitungsverzeichnis nachweist, dass sie personenbezogene Daten datenschutzkonform verarbeitet, tauchte das Schutzschild mit Haken oben auch schon beim Grundsatz der Rechenschaftspflicht auf.

Die Bilder für die vorvertraglichen Maßnahmen und die Erfüllung eines Vertrages sind im Kontext von Art. 6 Abs. 1 Buchstab. b) DSGVO relevant. Danach ist eine Datenverarbeitung rechtmäßig, wenn sie erforderlich ist, um a) einen Vertrag zu erfüllen, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder b) vorvertragliche Maßnahmen durchzuführen, die auf Anfrage der betroffenen Person erfolgen.

Ein dicker Pfeil zeigt auf zwei Personen, die sich die Hände schütteln
vorvertragliche Maßnahmen
zwei Personen schütteln sich die Hände, dahinter weist ein dicker Pfeil schrägt nach oben
zur Erfüllung eines Vertrages

Und noch ein paar weitere Ideen ohne Kommentierung:

Gewitterwolke mit Blitz über einer Mülltonne mit Informations-Is
ungewollte Datenvernichtung
Ein Pfeil weist durch eine geöffnete Tür zu einem Buch mit Paragraf
Öffnungsklausel
Ein Kreis mit Eurozeichen hängt als Gewicht an einem Hochhaus, dass sich unter der Schwere der Last krümmt
Bußgeld
Eine Hand hält ein Herz mit Kreuz
Schutz lebenswichtiger Interessen
Schublade
Kategorie
Mit einem Informations-I gekennzeichnete Person in einer Schublade
Kategorien betroffener Personen
Informations-I in einer Schublade
Kategorien personenbezogener Daten
Vorhängeschloss auf einem Notebook-Bildschirm
IT-Sicherheit
angeknabberter Keks
Cookies
Vorhängeschloss, unter dem sich vier Sternchen befinden
Sicherheitsniveau

Auf in die Praxis

Sie sind herzlich eingeladen, die vorgestellten Bildvokabeln nachzuzeichnen, um die Motive in Texten, Vorträgen oder Seminaren zum Datenschutzrecht zu verwenden. Sie müssen dabei auch nicht auf mich verweisen. Wenn Sie es dennoch tun, freue ich mich natürlich. Beim Nachzeichnen kommen Ihnen wahrscheinlich noch ganz andere Bildideen …

Wenn Sie ein Tablet zur Hand haben, können Sie übrigens auch in PowerPoint zeichnen. Tipps dazu finden Sie im Beitrag Skalierbare Icons in PowerPoint zeichnen, speichern und wiederverwenden.

Ein erster Schritt kann auch sein, der Datenschutzerklärung auf der eigenen Website eine ansprechende visuelle Note zu verleihen. Meine Datenschutzerklärung habe ich ganz frisch mit den Bildern aus der Sammlung und ein paar weiteren Motiven, die in dieser nicht vorhanden sind, bestückt und finde sie nun sehr viel ansprechender als vorher.


Nicola Pridik

Nicola Pridik
Ich bin Juristin und Inhaberin des Büros für klare Rechtskommunikation in Berlin. Mit meinen Dienstleistungen unterstütze ich Sie dabei, Rechtsinformationen verständlich und anschaulich für Ihre Zielgruppe(n) aufzubereiten. Dabei steht die Visualisierung von Recht im Mittelpunkt. kontakt@npridik.de


PowerPoint-Folien im Sketchnote-Look

Menschen zeichnen in Sketchnotes und am Flipchart

Handgezeichnete Bilder in PowerPoint-Präsentationen einfügen und bearbeiten