Juristische Vorträge mit Präsentation, aber ohne Textfolien – so gelingt‘s

Redner zeigt während seines Vortrags auf eine Textfolie

Juristische Inhalte in Vorträgen und Seminaren zu vermitteln, gehört für viele Jurist(inn)en zum Berufsalltag. Begleitend wird meist auch eine PowerPoint-Präsentation gezeigt. Diese bietet allerdings nur selten etwas fürs Auge. Stattdessen ist es üblich, Folien mit viel Text aneinanderzureihen. Erfreulich ist das höchstens für Interessierte, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten: Sie dürfen darauf hoffen, dass die Präsentation später zum Download bereitgestellt wird und sie dann alles Wesentliche auf den Folien nachlesen können. Das anwesende Publikum hat dagegen das Nachsehen, denn es ist anstrengend und ermüdend, Textfolien zu lesen und gleichzeitig einem Vortrag zu folgen. Es gibt also gute Gründe, es besser zu machen. Dabei hilft ein einfacher Trick.

Rechtsvisualisierung in der Lehre: 4 Beispiele

Viel Lehrstoff in wenig Zeit vermitteln: Wie soll das gehen? Das fragen sich Lehrkräfte in der Jurist(inn)enausbildung schon lange. Die Studierenden wiederum leiden unter dem Druck, den gesamten Stoff aus vier Studienjahren im Examen parat haben zu müssen. Eine einfache Lösung für das Problem gibt es sicher nicht. Fest steht jedoch: Didaktische Reduktion ist nötig und mit ihr eine Konzentration auf rechtliche Strukturen und Zusammenhänge. Dabei hilft die Visualisierung von Recht, auch wenn sie für Jurist(inn)en ungewohnt ist. Während Texte Strukturen nur linear beschreiben können, machen Bilder sie sichtbar und prägen sich zudem besser ein. Doch wie sieht das Ganze praktisch aus? Antworten bietet der folgende Beitrag, in dem ich Ihnen anhand von vier Beispielen zeigen möchte, wie Bilder die Rechtslehre und den juristischen Lernprozess unterstützen können.

Beleben Sie juristische Textwüsten durch Schaubilder

„Kommunikation ist wertvoll“ – so lautet das Motto eines Buchprojektes namens Frida, an dem ich gerade teilnehmen durfte und das mich zu diesem Blogbeitrag veranlasst. Ja, auch Rechtskommunikation ist wertvoll, zumindest wenn sie es schafft, die Menschen zu erreichen. Textwüsten sind dafür eher nicht geeignet. Doch gibt es im Recht überhaupt eine Alternative? Viele Jurist(inn)en bezweifeln das. Ich nicht. Wir können in der Wüste nämlich visuelle Oasen schaffen. Dabei geht es nicht nur darum, den Leser(inne)n eine erfrischende Abwechslung fürs Auge zu bieten. Ihr Nutzen geht weit darüber hinaus.

7 Gründe für den Einsatz juristischer Schaubilder

Während es in anderen Fachgebieten üblich ist, Informationen auch visuell aufzubereiten, sind juristische Publikationen seit jeher für ihre Textwüsten bekannt. Dabei bietet sich das Recht mit seinen Strukturen, Systematiken und Verfahren geradezu für eine visuelle Darstellung an. Doch nicht nur das. Auch darüber hinaus gibt es gute Gründe, juristische Schaubilder einzusetzen.

So profitieren Sie in Ihren rechtlichen Beratungen von Schaubildern

Gleichgültig, ob Sie als Rechtsanwalt oder Notarin Mandanten beraten, in einer Beratungsstelle mit rechtlichen Fragen Ihrer Klienten konfrontiert sind oder als Juristin die Interessen eines Verbandes oder Unternehmens vertreten: Sie kommen immer wieder in Situationen, in denen Sie juristischen Laien Fachbegriffe und Zusammenhänge erklären, über Rechtsfolgen informieren, rechtliche Probleme benennen und Lösungen aufzeigen müssen. Das kann schnell zur Herausforderung werden, wenn Ihre Zeit knapp bemessen ist und Ihre Ausführungen trotzdem nachvollziehbar sein sollen. Einfacher wird es, wenn Sie sich die Vorteile von Schaubildern zunutze machen. Ihr Gegenüber wird Sie nicht nur besser und schneller verstehen, Sie werden auch merken, dass anschauliche Informationsvermittlung Spaß macht und neuen Schwung in Ihre Beratungen bringt.

Juristische Schaubilder für Leichte-Sprache-Texte: ein erster Versuch

Rechtsvorschriften sind abstrakt und Juristen- und Behördendeutsch häufig schwer zu verstehen. Bei der Aufbereitung von Rechtsinformationen für juristische Laien ist deshalb die anschauliche Vermittlung der Inhalte besonders wichtig. Das gilt auch und vor allem für Informationstexte in Leichter Sprache. Zum einen stößt die sprachliche Vermittlung der Inhalte hier schnell an Grenzen, zum anderen richten sich die Texte an Menschen, die sich mit dem Lesen schwertun. Es liegt deshalb nahe, Rechtsinformationen in Leichter Sprache durch Schaubilder zu ergänzen. Die Frage ist: Wie können und müssen derartige Schaubilder aussehen, damit die Zielgruppen sie verstehen? Ein erster Versuch.