Rechtsvisualisierung in der juristischen Ausbildung: 6 Beispiele

Viel Lehrstoff in wenig Zeit vermitteln: Wie soll das gehen? Das fragen sich Lehrkräfte in der Jurist:innenausbildung schon lange. Die Studierenden wiederum leiden unter dem Druck, den gesamten Stoff aus vier Studienjahren im Examen parat haben zu müssen. Eine einfache Lösung für das Problem gibt es sicher nicht. Fest steht jedoch: Didaktische Reduktion ist nötig und mit ihr eine Konzentration auf rechtliche Strukturen und Zusammenhänge. Dabei hilft die Visualisierung von Recht, auch wenn sie für Jurist:innen ungewohnt ist. Doch wie lässt sie sich in den  juristischen Lehr- und Lernprozess integrieren? Das zeige ich Ihnen in diesem Beitrag anhand von sechs Beispielen.

So erstellen Sie aus Ihren PowerPoint-Folien ein Handout

Wahrscheinlich kennen Sie die Bitte nur allzu gut: Noch bevor Sie einen Vortrag gehalten haben, werden Sie gebeten, anschließend Ihre PowerPoint-Präsentation den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung zum Download zur Verfügung zu stellen. Dabei gehen alle Beteiligten offenbar stillschweigend davon aus, dass schon ausreichend Text auf den Folien stehen wird, um den Vortrag nachbereiten zu können. Und tatsächlich erfüllen viele Vortragende genau diese Erwartung. Dabei sollen sie doch eigentlich ihre Inhalte visualisieren und nicht ihr Redemanuskript an die Wand werfen. Wenn Sie es besser machen wollen, erstellen Sie zur Nachbereitung Ihres Vortrags lieber ein Handout, das die projizierten Folien mit etwas Text kombiniert. Dafür können Sie die Notizenseiten in PowerPoint nutzen. Das macht zwar mehr Arbeit, verbessert aber mit großer Wahrscheinlichkeit die Präsentation und erhöht den Nutzen des Handouts.