Übersetzung juristischer Texte in Leichte Sprache – ein Interview

Juristische Texte in Leichter Sprache – geht das überhaupt? Nach anfänglichen Zweifeln bin ich sicher: Ja, es geht. Doch wie genau entstehen die Texte? Wie gehen die Übersetzer(innen) vor? Beziehen sie Jurist(inn)en in den Übersetzungsprozess mit ein? Was machen sie mit Fachbegriffen? Welche typischen Probleme müssen sie lösen? Und stößt die Übersetzung vielleicht doch irgendwo an Grenzen? Diese Fragen habe ich der Forschungsstelle Leichte Sprache an der Uni Hildesheim gestellt, die u. a. für das Niedersächsische Justizministerium juristische Texte in Leichte Sprache übersetzt hat. Mein herzlicher Dank gilt Isabel Rink und Marieke Einheuser für die ausführlichen Antworten.

7 Dinge, die Sie über Leichte Sprache wissen sollten

Vor einiger Zeit berichtete die FAZ unter dem Titel Floskeln für den „Stpfl“ über das Bemühen des Niedersächsischen Justizministeriums um eine verständliche Sprache in der Justiz. Dabei ging es auch um das Thema Leichte Sprache. Auf Twitter formierte sich von juristischer Seite gleich erheblicher Widerstand. So wurde z. B. gefragt, ob nun auch der allgemeine Wortschatz reduziert und Rechtsbehelfsbelehrungen in Kindergartensprache abgefasst werden sollen. Derartigen Äußerungen entnehme ich, dass einigen oder sogar vielen Jurist(inn)en nicht bekannt ist, um was es bei Leichter Sprache eigentlich geht. Grund genug, darüber mal einen Blogbeitrag zu schreiben.