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Die Vorgeschichte

Wenn ich Menschen erzähle, was ich beruflich mache, ist die erste Frage meist: „Wie bist du / sind Sie denn DARAUF gekommen?“ Deshalb will ich dazu ein paar Takte schreiben.

Wie es anfing

Nach meinem Ersten Staatsexamen habe ich einige Jahre an der Humboldt-Universität zu Berlin gearbeitet. Ich war dort wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Klaus Marxen. Hier wurde nicht nur mein unermüdlicher Einsatz bei der Korrektur und sprachlichen Optimierung von Texten geschätzt, sondern auch und vor allem meine Fähigkeit, Inhalte aus juristischen Lehrbüchern in Grafiken für Präsentationen zu verwandeln. Später habe ich außerdem in Eigenregie eine Lehrveranstaltung zur Visualisierung von Recht mit PowerPoint im Rahmen der Schlüsselqualifikationen konzipiert und mehrfach durchgeführt.

Nebenbei gab es bereits die ersten eigenen Text- und Grafikprojekte zu rechtlichen Themen.

Als das Angebot kam, ein Jahr lang im Rahmen einer Elternzeitvertretung das Studien- und Prüfungsbüro der Juristischen Fakultät zu leiten, habe ich zugesagt. Es war eine ganz neue Herausforderung, zumal sie mit Leitungsverantwortung verbunden war. Im Sommer 2008 fiel dann die Entscheidung, die Uni zu verlassen und den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen.

Erfolglos, aber ausgezeichnet

Anfangs schien meine Gründungsidee zum Scheitern verurteilt zu sein: Kaum jemand interessierte sich damals für Rechtsvisualisierung und die wenigen, die es interessierte, waren noch nicht bereit, dafür mehr als ein Taschengeld zu zahlen. Die aktuelle PowerPoint-Version war von 2007 und es gab keine Bilddatenbanken, aus denen ich Material für Visualisierungen hätte beziehen können. Auch gab es keine Vorbilder oder Anleitungen für das, was ich machen wollte. Ich überlebte mithilfe des staatlichen Gründungszuschusses und Nebenjobs als Redakteurin, Lektorin und Autorin. Immerhin aber wurde mein Gründungsvorhaben 2009 mit dem Neuköllner Gründerpreis ausgezeichnet.

Nicola Pridik präsentiert ihre Gründungsidee an einem Messestand; auf diesem ist der Schriftzug "Recht verstehen in Text und Bild - Didaktische Aufbereitung rechtlicher Themen" zu lesen, der durch zahlreiche Grafikbeispiele ergänzt wird
Im Rahmen der Veranstaltung zur Verleihung des Neuköllner Gründerpreises im Jahr 2009 mussten die acht Finalist*innen ihr Unternehmen an einem Messestand präsentieren

Auf leisen Sohlen zum Erfolg

Die ersten Jahre waren nicht leicht – ich brauchte viel Geduld und Durchhaltevermögen, doch die Zeit arbeitete für mich: Die Digitalisierung schritt voran und die mediale Entwicklung nahm ihren Lauf, grafische Darstellungen wurden in der Informationsvermittlung selbstverständlicher, Legal Tech und Legal Design etablierten sich. Man fing an, zu überlegen, wie Recht in Zukunft kommuniziert und der Zugang zum Recht erleichtert werden kann. All das führte dazu, dass Bewegung in die Köpfe kam und sich mehr Menschen für mein Angebot interessierten.

Auch profitierte ich sehr davon, dass es irgendwann soziale Netzwerke (Social Media) gab, denn hier konnte ich meine Arbeit erstmals unabhängig von meiner Website öffentlich zeigen, ohne als Person großartig in Erscheinung treten zu müssen. Für mich als introvertierten Menschen war das eine große Hilfe und Chance.

Grafik mit einer fetten 15 und vielen blauen, gelben und roten Punkten

Am Ende hat es funktioniert: Im Sommer 2023 gibt es mein Büro bereits seit 15 Jahren. Ein paar Gedanken dazu finden Sie im Jubiläumsbeitrag 15 Jahre Büro für klare Rechtskommunikation.

Kontakt

Nicola Pridik
E-Mail: kontakt@npridik.de