PowerPoint: Eigene Präsentationsvorlagen erstellen, speichern und nutzen

Vorlagen für Präsentationen haben vor allem zwei Ziele: Zum einen erleichtern sie Ihnen, Ihre Folien einheitlich zu gestalten und dabei die Vorgaben Ihres Corporate Designs einzuhalten. Zum anderen ersparen sie unnötige Arbeit, denn die wichtigsten Grundeinstellungen für Ihre Präsentationen bringt die Vorlage bereits mit. Sie können sich also ganz auf die Inhalte konzentrieren. Sich selbst eine Vorlage zu erstellen lohnt schon dann, wenn Sie lediglich möchten, dass Text in Ihrer Präsentation automatisch in der gewünschten Schrift erscheint, die Farbpalette Ihre Wunschfarben anzeigt und/oder die Folientitel immer an der gleichen Stelle platziert sind. Was Sie dafür tun müssen und wo Sie Ihre Vorlage anschließend speichern sollten, um stets Zugriff auf sie zu haben, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die Anleitung bezieht sich auf die PowerPoint-Version 2019 (bzw. Office 365) unter Windows 10, lässt sich aber zu einem großen Teil auf ältere PowerPoint-Versionen (insbes. 2016) übertragen. Zudem gibt es ein paar Verweise auf ältere Blogbeiträge, die einzelne Inhalte der Anleitung für PowerPoint 2010 bzw. 2013 beschreiben.

Das Drei-Ebenen-Prinzip in PowerPoint

Bevor Sie sich näher mit Ihrer Vorlage beschäftigen, sollten Sie zur besseren Orientierung das Drei-Ebenen-Prinzip in PowerPoint verstanden haben. Nach diesem Prinzip besteht jede Präsentation aus drei Ebenen: auf der obersten Ebene, der Folie, füllen Sie Ihre Präsentation mit Inhalt; darunter liegt bei jeder einzelnen Folie ein Layout und darunter wiederum der Folienmaster. Die Ebenen können Sie sich wie übereinanderliegende Klarsichtfolien vorstellen: Nehmen Sie auf der Layout- oder Folienmasterebene eine Änderung vor, scheint diese auf die darüberliegende(n) Ebene(n) durch. Im folgenden Beispiel liegt der Vierteilkreis auf dem Folienmaster, ist aber auch in allen Layouts und somit auch auf allen Folien zu sehen. Bewegt und bearbeitet werden kann er nur auf der Folienmasterebene.

Das Drei-Ebenen-Prinzip in PowerPoint

Ihre Präsentationsvorlage erstellen Sie ausschließlich auf der Folienmaster- und Layoutebene. Um zu diesen Ebenen zu gelangen, klicken Sie auf Ansicht > Gruppe Masteransichten > Folienmaster. Die große Folie ganz oben im linken Fenster ist der Folienmaster. Die Miniaturfolien darunter sind die Layouts der mittleren Ebene. Sie sehen an der Anordnung der Miniaturfolien bzw. den gestrichelten Verbindungslinien, dass einem Folienmaster stets verschiedene Layouts zugeordnet sind. Das bedeutet: Unter jeder Folie Ihrer Präsentation liegt derselbe Folienmaster, während Ihnen auf der mittleren Ebene verschiedene Layouts zur Verfügung stehen. Die Layouts weisen Sie den einzelnen Folien in der Normalansicht über Start > Gruppe Folien > Layout zu. Alternativ legen Sie das Layout mit dem Einfügen einer neuen Folie fest: Start > Gruppe Folien > Neue Folie.

Eine ausführliche Darstellung des Drei-Ebenen-Prinzips in PowerPoint finden Sie in dem verlinkten Beitrag.

Folienmaster einrichten

Um Ihre Präsentationsvorlage zu erstellen, öffnen Sie eine neue PowerPoint-Datei und rufen dort zunächst über Ansicht > Gruppe Masteransichten > Folienmaster den Folienmaster auf, markieren also im linken Bildschirmfenster die oberste große Folie:

Folienmasterfolie

Der Folienmaster hilft Ihnen, Ihren Präsentationen ein einheitliches Erscheinungsbild zu verleihen. So legen Sie auf dieser Ebene z. B. fest, welche Schriftart Sie in Ihrer Präsentation verwenden wollen, bestimmen die Größe der Folientitel und platzieren sie an der gewünschten Stelle, fügen ggf. Ihr Logo ein und nehmen eine Grundgestaltung der Folie vor. Details dazu unten. Denken Sie daran, dass sich alles, was Sie auf dem Folienmaster einstellen bzw. verändern, auf alle darüberliegenden Layouts und auf die Folien auswirkt. Beschränken Sie sich also auf solche Einstellungen und Gestaltungselemente, die grundsätzlich für alle Folien Ihrer Präsentationen gelten sollen. Es ist zwar möglich, bei der Einrichtung der Layouts von den Vorgaben des Folienmasters abzuweichen, die Abweichung sollte jedoch die Ausnahme und nicht die Regel sein.

Tipp: Die Platzhalter auf dem Folienmaster sollten Sie nicht löschen, weil dies bei der Gestaltung der Layouts u. U. zu Folgeproblemen führt. Falls Sie es schon getan haben, erfahren sie gleich, wie Sie sie zurückbekommen.

Wenn Sie den Folienmaster geöffnet haben, sehen Sie in der Menüleiste eine neue Registerkarte Folienmaster, auf der Sie Funktionen zur Bearbeitung desselben finden:

Registerkarte Folienmaster - Funktionen Folienmasterfolie

Welche Funktionen auf der Registerkarte aktiv sind, hängt davon ab, ob die große Folienmasterfolie oder eine der Layoutfolien markiert ist. Sie haben aktuell die Folienmasterfolie markiert.

Legen Sie zuerst über den Menüpunkt Foliengröße das Standardformat Ihrer Folien fest.

Tipp: Es empfiehlt sich, zwei Vorlagen anzufertigen: eine im älteren 3:4-Format und eine im 16:9-Format, damit Sie für jede Präsentationssituation gerüstet sind. Welches Format Sie wann brauchen, erklärt Peter Claus Lamprecht in einem Beitrag zum Folienformat auf seiner Website.

Über die Schaltfläche Hintergrundformate lässt sich bei Bedarf die Hintergrundfarbe der Folien verändern. Klicken Sie auf die Schaltfläche und im erscheinenden Menü auf Hintergrund formatieren, so haben Sie weitere Gestaltungsmöglichkeiten.

Falls Sie Ihr Logo auf dem Folienmaster platzieren möchten, tun Sie dies über Einfügen > Bilder. Gestaltungselemente (in meinem Beispiel der Viertelkreis in der linken unteren Folienecke) fügen Sie über Einfügen > Gruppe Illustrationen > Formen ein.

Dann wenden Sie sich den Platzhaltern auf dem Folienmaster zu. Diese werden später, wenn Sie Präsentationen erstellen, auf der Folienebene mit Inhalt gefüllt. Haben Sie aus Versehen einen Platzhalter gelöscht? Dann holen Sie ihn über die Schaltfläche Masterlayout zurück. Wie soll insbesondere Text aussehen, den Sie in Platzhalter schreiben werden? Die gewünschte Schriftart legen Sie am besten gleich für die gesamte Präsentation fest. Das ist unter dem Menüpunkt Schriftarten möglich. Die Einstellung, die Sie an dieser Stelle vornehmen, gilt sowohl für die Platzhalter auf dem Folienmaster und den Layouts als auch für Textfelder, die Sie über Einfügen > Gruppe TextTextfeld auf der Folie platzieren.

Dialogfeld neue Designschriftarten erstellen

Größe und Farbe der Schrift sowie Listenpunkte lassen sich verändern, wenn Sie den Cursor in den betreffenden Platzhalter setzen und dann über Start > Gruppe Schriftart bzw. Absatz die gewünschten Einstellungen vornehmen. Wie Sie an den Miniaturfolien im linken Bildschirmfenster sehen, wirken sich Ihre Formatierungen auf dem Folienmaster auf die Platzhalter der Layouts auf der zweiten Ebene aus.

Anschließend platzieren Sie den Platzhalter für den Folientitel an der Stelle, an der die Folientitel in Ihren Präsentationen in der Regel erscheinen sollen. Bringen Sie außerdem die Platzhalter Foliennummer, Fußzeile und Datum in Position. Diese Platzhalter unterscheiden sich insofern von den anderen Platzhaltern, als sie sich automatisch mit Inhalt füllen sollen. Die dafür nötigen Einstellungen nehmen Sie über Einfügen > Gruppe TextKopf- und Fußzeile vor. Beachten Sie im erscheinenden Dialogfeld den Punkt Auf Titelfolie nicht anzeigen. Hier sorgt PowerPoint mal über ein Dialogfeld dafür, dass sich Einstellungen des Folienmasters nicht auf alle Layouts auswirken. Das Häkchen müssen Sie allerdings selbst setzen. Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit Übernehmen (gedanklich ergänzen: für diesen Folienmaster) oder Für alle übernehmen. Alle meint in diesem Fall alle Folienmaster. Die Unterscheidung der Schaltflächen wird also erst dann interessant, wenn Sie eine Präsentation mit mehreren Folienmastern haben.

Dialogfeld Kopf- und Fußzeile

Hinter der Schaltfläche Farben in der Gruppe Hintergrund verbergen sich verschiedene Farbschemata, von denen Sie eines für Ihre Präsentation auswählen können. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich über den Menüpunkt Farben anpassen ganz unten im Menü selbst Farben auf der Grundlage eines vorgegebenen Farbschemas zusammenzustellen. Aussehen kann das z. B. so:

Dialogfeld Neue Designfarben erstellen

Die ersten zehn ausgewählten Farben werden dann mit ein paar Helligkeitsabstufungen automatisch angezeigt, wenn Sie künftig bei der Bearbeitung Ihrer Präsentation z. B. eine Schrift-, Füll- oder Rahmenfarbe auswählen wollen und das entsprechende Auswahlmenü öffnen:

Selbst zusammengestellte Designfarben bei den Fülleffekten

Außerdem hat das Farbschema Einfluss darauf, in welchen Farben Ihnen Gestaltungsvarianten für Formen und Linien oder auch für SmartArt-Grafiken, Diagramme oder Tabellen angeboten werden. Mit der Farbe Akzent 1 legen Sie die Standardfüllfarbe von Formen und die Standardfarbe von Linien fest.

Details finden Sie im Beitrag So richten Sie Ihre Designfarben in PowerPoint ein

Über die Schaltfläche Effekte nehmen Sie Einfluss darauf, wie Formen und Linien standardmäßig aussehen sollen.

Die Folienmasterfolie sieht dann am Ende z. B. so aus:

Beispiel einer bearbeiteten Folienmasterfolie

Als nächstes widmen Sie sich der mittleren Ebene im Drei-Ebenen-Modell: den Layouts.

Layouts einrichten

Folienmasterfolie mit drei LayoutsAuf der Layoutebene legen Sie fest, wie Folien mit Inhalten gleicher Art aussehen sollen (z. B. Titelfolie, Folien mit Bild und Text, Folien nur mit Bild). Dies tun Sie, indem Sie die Einstellungen, die Sie auf der Folienmasterebene vorgenommen haben, für Folien mit Inhalten gleicher Art beibehalten oder abändern, und zwar in Bezug auf das Foliendesign und auf Platzhalter für Inhalte und deren Anordnung. Dabei sind Sie nicht auf die Platzhalter des Folienmasters beschränkt, wie Sie den verschiedenen vorgegebenen Layouts entnehmen können. In dem Beispiel links habe ich die Layouts Titelfolie, Nur Titel und Leer eingerichtet.

Mir persönlich reichen die erwähnten drei Layouts in der Regel. Da ich die Folieninhalte direkt in PowerPoint visualisiere, also in Schaubilder aus Text, Icons, Formen und Linien verwandle, empfinde ich Layouts mit mehr Platzhaltern eher als Eingriff in meine Gestaltungsfreiheit und weniger als Hilfe. Ich muss dann allerdings bei der Erstellung der Präsentation auch gezielt ein Auge auf das einheitliche Erscheinungsbild haben.

Die Layouts sind jeweils fest mit einem Folienmaster verknüpft. Sie erreichen sie deshalb auch auf demselben Weg wie den Folienmaster, und zwar über Ansicht > Gruppe Masteransichten > Folienmaster. Die Layouts befinden sich im Fenster links unter der großen Folienmasterfolie. Wenn Sie mit der Maus über die Miniaturfolien fahren, wird Ihnen angezeigt, wie das jeweilige Layout heißt. Sie können die Layoutfolien einzeln markieren und bearbeiten.

Um die Layouts einzurichten, werfen Sie am besten zuerst wieder einen Blick auf die Menüleiste, die Ihnen die Registerkarte Folienmaster anbietet (diese erscheint, wenn Sie den Folienmaster über Ansicht > Gruppe Masteransichten > Folienmaster geöffnet haben). Folgende Funktionen sind aktiv, wenn Sie eine der Layoutfolien markieren:

Registerkarte Folienmaster - Funktionen Layoutfolien

Wenn Elemente, die auf dem Folienmaster liegen, auf einer Layoutfolie nicht erscheinen sollen, klicken Sie in der Menüleiste auf Hintergrundgrafiken ausblenden. Diese Funktion ist nützlich und erhöht die Flexibilität bei der Gestaltung der Layouts. Leider funktioniert sie jedoch nach dem Prinzip „Alles oder Nichts“. Sie können also nicht einzelne Elemente des Folienmasters ausblenden und andere beibehalten. Das Element, das Sie beibehalten wollen, müssen Sie folglich vom Folienmaster auf die Layoutfolie kopieren, damit es erscheint.

Formatierungen von Text in Platzhaltern wie Größe, Farbe, Fettdruck und Listenpunkte ändern Sie, indem Sie den Cursor in den betreffenden Platzhalter setzen und dann über Start > Gruppe Schriftart bzw. Absatz die gewünschten Einstellungen vornehmen.

Welche Platzhalter auf den einzelnen Layoutfolien erscheinen, steuern Sie über die Gruppe Masterlayout. Hier entscheiden Sie mit einem Häkchen bei Titel und/oder Fußzeilen, ob diese jeweils erscheinen sollen oder nicht. Zudem können Sie über die gleichnamige Schaltfläche Platzhalter verschiedener Art einfügen. Dies funktioniert genauso wie das Einfügen eines Textfeldes oder einer Form auf der Folie: Sie ziehen den Platzhalter auf, passen ihn in der Größe an und formatieren ihn ggf. über die Funktionen der Registerkarte Start.

Wichtig: Ändern Sie auf einer Layoutfolie eine Einstellung, die Sie auf dem Folienmaster vorgenommen haben (oder die von vornherein dort eingerichtet war), haben künftige Änderungen dieser Einstellung auf dem Folienmaster keine Auswirkung mehr auf das entsprechende Layout. Sie entkoppeln die Layoutfolie in dieser Hinsicht also vom Folienmaster. Das gibt Ihnen zwar Gestaltungsfreiheit, hat aber auch zur Folge, dass u. U. spätere Änderungen des Folienmasters nicht für alle Folien übernommen werden.

Dazu ein Beispiel: Auf dem Folienmaster haben Sie festgelegt, dass die Folientitel rot sein sollen. Ändern Sie nun auf einer Layoutfolie die Farbe des Folientitels in schwarz, bleibt der Titel schwarz, auch wenn Sie die Farbe auf dem Folienmaster von rot in dunkelgrau ändern. Um den Titel des besagten Layouts auch dunkelgrau zu bekommen und die Layoutfolie in dieser Hinsicht wieder an den Folienmaster anzudocken, müssen Sie den Platzhalter für den Folientitel auf der Layoutfolie löschen und dann über Folienmaster > Gruppe Masterlayout beim Titel erneut ein Häkchen setzen.

Wenn Ihnen die vorgegebenen Layouts nicht zusagen oder Sie weitere Layouts benötigen, fügen Sie über die Gruppe Master bearbeiten > Layout einfügen eine neue Layoutfolie ein und bestücken diese ggf. über die Gruppe Masterlayout mit Platzhaltern Ihrer Wahl. Geben Sie neuen Layouts über die Gruppe Master bearbeiten > Umbenennen einen Namen. Layouts, die Sie nicht benötigen, können Sie über die Gruppe Master bearbeiten > Löschen aus der Präsentation entfernen.

Präsentationsvorlage speichern

Falls Sie eine ältere PowerPoint-Version nutzen, finden Sie die passende Anleitung in folgenden Beiträgen: Eigene Präsentationsvorlagen speichern und nutzen in PowerPoint 2010 bzw. Eigene Präsentationsvorlagen speichern und nutzen in PowerPoint 2013.

Präsentationsvorlagen werden üblicherweise als PowerPoint-Vorlage mit dem Kürzel *.potx gespeichert. Gehen Sie auf Datei > Speichern unter > Dieser PC, geben Sie der Vorlage rechts oben einen Namen und wählen Sie darunter als Dateityp PowerPoint-Vorlage aus. Aufgrund des gewählten Dateityps öffnet PowerPoint automatisch den Ordner, in dem alle Ihre persönlichen Vorlagen gespeichert werden. In meinem Beispiel ist dies der Ordner „Vorlagen“ auf Laufwerk L:

Präsentationsvorlage speichern

Bleibt die Frage: Woher weiß PowerPoint, welcher Ordner Ihr Vorlagenordner ist? Entweder es gibt eine entsprechende Voreinstellung oder Sie haben es dem Programm gesagt. Aufschluss bietet insofern ein Blick in die Speicheroptionen von PowerPoint unter Datei > Optionen > Speichern > Präsentationen speichern > Standardspeicherort für persönliche Vorlagen:

Standardspeicherort für persönliche Vorlagen in den PowerPoint-Optionen

Die Angabe, die Sie dort vorfinden, können Sie ändern. Öffnet PowerPoint trotz des gewählten Dateityps keinen Vorlagenordner, liegt das wahrscheinlich daran, dass an besagter Stelle in den Optionen noch gar nichts eingetragen wurde (dies war in PowerPoint 2013 die Ausgangslage).

Gehen Sie am besten wie folgt vor, um einen Vorlagenordner einzurichten: Zunächst legen Sie im Explorer z. B. auf dem Laufwerk, auf dem Ihre Daten liegen, einen neuen Ordner an, den Sie z. B. „Vorlagen“ nennen. Markieren Sie diesen Ordner und klicken Sie dann im Explorer-Menü auf Start > Gruppe Zwischenablage > Pfad kopieren. Nun wechseln Sie zu den PowerPoint-Optionen, fügen den kopierten Pfad mit Strg + v in das Feld Standardspeicherort für persönliche Vorlagen ein und entfernen die Anführungsstriche am Anfang und am Ende des Pfades. Dieser Ordner ist jetzt Ihr Vorlagenordner. Wenn Sie sämtliche Vorlagen, die Sie in den verschiedenen Office-Programmen nutzen, an einem Ort speichern wollen, sollten Sie den Ordner am besten gleich auch in den anderen Programmen als Standardspeicherort für persönliche Vorlagen eintragen.

Präsentationsvorlage nutzen

Um die im Vorlagenordner gespeicherten Vorlagen künftig für neue Präsentationen zu nutzen, gehen Sie in PowerPoint auf Datei > Neu und dann auf Persönlich:

Neue Präsentation auf der Grundlage einer persönlichen Vorlage erstellen

Ihr Vorlagenordner erscheint und Sie können Ihre Wunschvorlage auswählen und auf ihrer Grundlage eine neue Präsentationsdatei mit dem Dateikürzel  *.pptx erstellen.

Tipp: Sie erleichtern sich den Zugriff auf Ihre eigenen Vorlagen ein wenig, wenn Sie diese in die Liste der von PowerPoint empfohlenen Vorlagen einfügen, die standardmäßig angezeigt wird, wenn Sie auf Neu klicken. Öffnen Sie dazu Ihren Vorlagenordner unter dem Menüpunkt Persönlich, so wie eben beschrieben, und fahren Sie mit der Maus über das Vorschaubild der gewünschten Vorlage. Sie werden sehen, dass unter dem Vorschaubild eine kleine liegende Pinnnadel erscheint. Diese Nadel klicken Sie an und richten sie damit auf. Alternativ klicken Sie die gewünschte Vorlage mit der rechten Maustaste an. In dem erscheinenden Menü wählen Sie die Funktion An Liste anheften. Wenn Sie nun eine neue Präsentation erstellen wollen und auf Neu klicken, sehen Sie Ihre Vorlage in der Liste der empfohlenen Vorlagen:

Persönliche Präsentationsvorlage in der Liste der empfohlenen Vorlagen

Zusätzlich erscheint die Vorlage sogar schon auf der Startseite von PowerPoint über den zuletzt verwendeten Dateien. Benötigen Sie Ihre Vorlage nicht mehr im schnellen Zugriff, klicken Sie wiederum die Pinnnadel unter dem Vorschaubild Ihrer Vorlage an und die Vorlage verschwindet wieder aus der Liste (wenn die Änderung nicht sofort sichtbar ist, schließen Sie das Programm und öffnen es wieder).

Falls Sie aus irgendeinem Grund den Vorlagenordner nicht nutzen wollen, können Sie Ihre Vorlage auch an einem anderen Ort speichern. Sie verzichten dann allerdings auf die oben beschriebene schnelle Zugriffsmöglichkeit in PowerPoint. Stattdessen gehen Sie wie folgt vor, wenn Sie eine neue Präsentation erstellen wollen: Öffnen Sie den Explorer und suchen Sie dort Ihre Vorlagendatei. Mit einem Doppelklick auf die Vorlage öffnet sich eine Präsentationsdatei *.pptx in PowerPoint auf der Grundlage Ihrer Vorlage. Sie können die Vorlagendatei zwar auch über den Menüpunkt Öffnen in PowerPoint aufrufen. In diesem Fall öffnen Sie jedoch die Vorlagendatei selbst (in der Titelleiste sehen Sie den Namen Ihrer *.potx-Datei) und es besteht die Gefahr, dass Sie diese aus Versehen überschreiben. Wenn Sie so vorgehen wollen, sollten Sie die geöffnete Datei sofort nach dem Öffnen unter einem anderen Namen als Präsentationsdatei (*.pptx) speichern.

„Alten“ Präsentationen die neue Vorlage überstülpen

Für PowerPoint 2013 finden Sie die passende Anleitung in dem Beitrag Eine selbst erstellte Präsentationsvorlage auf vorhandene Präsentationen anwenden.

Wie verknüpfen Sie nun Ihre schon vorhandenen Präsentationen mit der neuen Vorlage? Öffnen Sie zunächst eine neue Datei auf der Grundlage Ihrer selbst erstellten Präsentationsvorlage und klappen Sie auf der Registerkarte Entwurf das Fenster mit den Designs auf. Unter den Designs gehen Sie auf Aktuelles Design speichern. PowerPoint sorgt automatisch dafür, dass das Design im richtigen Ordner landet. Künftig haben Sie nun über die Registerkarte Entwurf Zugriff darauf. Es wird in der Design-Sammlung als benutzerdefiniertes Design geführt:

Aktuelles Präsentationsdesign speichern

Öffnen Sie anschließend Ihre alte Präsentation und stülpen Sie dieser das neue Design über: Bei einem Rechtsklick auf das benutzerdefinierte Design erscheint ein Menü, in dem Sie wählen können, ob Sie das Design nur der aktuellen Folie oder allen Folien der Präsentation zuweisen wollen.

Die gute Nachricht ist: Sie haben sich durch das Überstülpen der neuen Vorlage das lästige Kopieren aller Inhalte aus der alten Präsentation in die neue Vorlage gespart. Trotzdem wartet jetzt noch einige Arbeit auf Sie. Schauen Sie sich am besten als erstes den Folienmaster und die Layouts an und sorgen Sie dafür, dass hier alles so aussieht wie in Ihrer Vorlage. Danach kommen Sie leider nicht umhin, alle Folien Ihrer Präsentation einzeln durchzugehen und bei der Gestaltung nachzubessern. Wie viel Arbeit Sie konkret vor sich haben, hängt vor allem davon ab, ob Sie bisher mit einer anderen Präsentationsvorlage bzw. einem anderen Design gearbeitet haben oder komplett ohne Master.

Ihr Design als neues Standarddesign festlegen

Sie können das Design aus Ihrer selbst erstellten Vorlage zusätzlich als Standarddesign (Default Theme) in PowerPoint festlegen. Öffnen Sie über die Registerkarte Entwurf die Liste mit den Designs. Per Rechtsklick auf Ihr benutzerdefiniertes Design klappen Sie das dazugehörige Kontextmenü auf und gehen dort auf Als Standarddesign festlegen:

Benutzerdefiniertes Design als Standarddesign festlegen

Ab sofort erscheint Ihre Präsentationsvorlage bzw. Ihr Design an prominentester Stelle beim Öffnen einer neuen Datei (und außerdem auf der PowerPoint-Startseite):

Persönliche Vorlage als empfohlenes Standarddesign


Nicola Pridik
Über die Autorin
Nicola Pridik ist Juristin und Inhaberin des Büros für klare Rechtskommunikation in Berlin. Mit ihren Dienstleistungen unterstützt sie ihre Kundinnen und Kunden dabei, Rechtsinformationen verständlich und anschaulich für ihre jeweiligen Zielgruppen aufzubereiten. Dabei steht die Visualisierung von Recht im Mittelpunkt. kontakt@npridik.de, Twitter: @nicolapridik, Xing: www.xing.com/profile/Nicola_Pridik


 

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