Bildvokabeln für den juristischen Alltag (4): Waage

Typisch juristisch ist sie: die Waage als Bildvokabel, haben wir doch alle sofort das Bild der Justitia vor Augen, welche die Waage in der einen und das Schwert in der anderen Hand hält. Die Waage steht für das Beurteilen der Sach- und Rechtslage oder das Abwägen von Rechtsgütern, den Ausgleich von Interessen und die Suche nach Gerechtigkeit. Folglich ist sie eng mit dem verbunden, was Richter(innen) tagtäglich tun. Zeichnen können sollte sie allerdings jede(r) Jurist(in). Zwei Möglichkeiten möchte ich Ihnen im Folgenden vorstellen.

Bildvokabeln für den juristischen Alltag (3): Lupe

In Ihrem Alltag greifen Sie wahrscheinlich nur selten zu einem Vergrößerungsglas, beim Visualisieren gehört die Lupe dagegen als Bildvokabel zur Grundausstattung. Zumindest gilt das für juristische Zusammenhänge. Mit der Lupe können Sie nämlich wunderbar veranschaulichen, dass etwas geprüft werden muss. Genau das tun Juristen ja gerne: Sie prüfen z. B. die Rechtslage oder den Inhalt irgendwelcher Dokumente. Wie Sie eine Lupe zeichnen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Bildvokabeln für den juristischen Alltag (2): Dokument

Juristen neigen ja nicht nur dazu, über bedeutsames Wissen und schlaue Argumente zu verfügen, sie verewigen diese auch gerne auf einem Blatt Papier. Genau genommen sind es meist mehrere Blätter. So entstehen Schriftsätze, Verträge, Gutachten und noch einiges mehr. Wer derartige Dokumente in die Welt setzt, spricht natürlich auch gelegentlich über sie, z. B. in Besprechungen unter Kollegen, Teamsitzungen oder in der Mandantenberatung. Allein das ist ein guter Grund, sich der Frage zuzuwenden, wie sie sich auf die Schnelle visualisieren lassen. In diesem Artikel möchte ich Ihnen drei Möglichkeiten vorstellen.

Bildvokabeln für den juristischen Alltag (1): Gesetzbuch

Begriffe mit Bildern zu veranschaulichen, ist für Juristen ungewohnt. Das sollte sich schleunigst ändern, denn die meisten Menschen brauchen Bilder, um Inhalten ihre Aufmerksamkeit zu schenken, sie zu verstehen und zu behalten. Was also tun? Für den Anfang schlage ich vor: Schnappen Sie sich Stift und Papier und zeichnen Sie doch einfach mal was. Vielleicht neigen Sie ohnehin dazu, beim Telefonieren oder in einer langweiligen Besprechung die Kästchen auf einem Blatt Papier auszumalen. Das geht auch kreativer. Sie könnten z. B. zur Abwechslung mal ein Gesetzbuch zeichnen. Wie das geht, zeige ich Ihnen Schritt für Schritt in diesem Artikel. Zeichentalent brauchen Sie dafür übrigens nicht, nur ein bisschen Übung.

Juristen ohne Talent: Können Sie auch nicht zeichnen?

Jurist(inn)en haben ja viele Talente. Kommen sie allerdings in die Situation, in einem Seminar, einer Beratung oder Besprechung mal schnell etwas aufzeichnen zu müssen, und sei es nur eine Sachverhaltsskizze, entschuldigen sie sich gerne einleitend mit dem Satz: „Ich kann leider nicht zeichnen.“ Erkennen Sie sich wieder? Und ärgern Sie sich im Stillen, dass Sie zwar in der Lage sind, Ihrem juristischen Gegner mit einem Schriftsatz Schweißperlen auf die Stirn zu treiben, aber an einem Strichmännchen scheitern? Ich kann Sie beruhigen: Ihr Ärger ist der erste, um nicht zu sagen der wichtigste Schritt zur Besserung. Viel wichtiger als Ihr Zeichentalent ist nämlich, dass Sie überhaupt bereit sind, sich auf Bilder in Ihrer Arbeit einzulassen. Der Rest ist leichter, als Sie denken.